Wie du deinen Traffic aus Social Media in Google Analytics misst

Social-Traffice mit Google Analytics messen

Google Analytics kann immer weniger Traffic aus den Sozialen Netzwerken messen – und da ist übel! Dabei hat Google Analytics einen gut aufbereiteten Social-Media-Bericht. Aber viele Neuerungen wie SSL, Apps und Co. machen dem Datensammler das Leben schwer. Dieser Post zeigt dir, wie wieder mehr Daten in Google Analytics ankommen.

Das Problem

Früher war alles besser: Immer wenn jemand bei Facebook oder Twitter einen Link klickte, wurde vom Browser die verweisende Seite (Stichwort „Referrer“) übergeben. Das geschah unsichtbar im Browser. Diese verweisende Seite konnte in Web-Analyse-Programmen wie Google Analytics genutzt werden, um einen Besucher einer Quelle zuzuweisen. So wusste Analytics zum Beispiel, wenn ein Besucher von facebook.com kam.

Aber immer öfter kommt Traffic auf deiner Website an, der keine verweisende Website überträgt. Das kann an mehreren Ursachen liegen: SSL-Verschlüsselung kann die Übertragung verhindern, aber auch wenn die Facebook- oder Twitter-App genutzt wird, wird keine verweisende Seite übertragen. Auch manche URL-Shortener verschleiern die echte Herkunft. Dabei benötigen wir die verweisende Seite, um zu wissen, wie gut unser Facebook-Post performt.

Die Lösung

Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, wie du messen kannst, wie viele Besucher dein Facebook-Post bringt. Es geht um normale Posts wie diesen:

fb-post-example

Facebook zeigt dir an, wie viele Likes du bekommen hast und auch wie viele deinen Post gesehen haben. Aber Facebook verrät dir nicht, was die Besucher auf deiner Web-Seite gemacht haben. Dafür musst du die zu teilenden Links mit den UTM-Parametern taggen. So werden die Daten auch dann übertragen, wenn jemand den Post in einer App sieht und dort auf den Link klickt. Eine genaue Erklärung findest du in meinem Blogpost über die UTM-Parameter.

Der Link zum obigen Facebook-Post sieht mit UTM-Parametern folgendermaßen aus:

http://toolbox.zedwoo.de/url-builder/?utm_source=facebook.com&utm_medium=social&utm_campaign=beta

Sieht kompliziert aus? Keine Sorge, ist alles kein Hexenwerk. Ich zeige dir im Folgenden Schritt für Schritt, wie es geht.

Quelle (utm_source)

Wenn der Post auf Facebook erscheint, gibst du als Quelle „facebook.com“ an, wenn er auf Twitter erscheint, entsprechend „twitter.com“. So einfach ist das:

utm_source=facebook.com

Medium (utm_medium)

Wenn du einen Link taggest, der in einem normalen Social-Media-Kontext erscheint, gibst du immer als „utm_medium“ „social“ an. Also so: „utm_medium=social“. Es gibt viele, die sagen, dass du da auch etwas anderes einsetzen kannst (u.a. der von mir sehr geschätzte Neil Patel), aber wenn da nicht „social“ als Parameter steht, kann Analytics es nicht den sozialen Netzwerken zuordnen. Deswegen tragge bitte ein:

utm_medium=social

Kampagnenname (utm_campaign)

Als Kampagnenname bietet sich bei Blogposts der Titel des Blogposts an. Als Leerzeichen nimmst du entweder „+“ oder die entsprechende Codierung „%20“. Das sieht dann so aus:

utm_campaign=social+traffic+messen

Kampagnencontent (utm_content)

Besonders wenn du mehrere Twitter- oder Facebook-Posts zu einem Blogpost planst, ist es sinnvoll, den Parameter für den Kampagnen-Content zu füllen. Entweder kannst du dort durchnummerieren oder sprechende Bezeichnungen einsetzen.

utm_content=erstes+post

URL-Shortener

Da die URL sehr lang werden kann, bietet sich ein URL-Shortener wie Bit.ly oder Google an.

Fazit

Wenn alle Parameter sauber gesetzt sind, wirst du schon bald deine Facebook-Besucher in Google Analytics besser auswerten können.

Bonus: Tooltip

Um dir die Arbeit zu vereinfachen, habe ich ein kleines Tool online gestellt. Es generiert für dich die passende URL und schickt diese auch gleich durch den URL-Verkürzer von Google. Du findest das Tool hier: Google Analytics UTM Url-Builder 

Viel Spaß beim Taggen!

Michael